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Die Atlantikküste
Agadir ist mit ungefähr 500.000 Einwohnern eine moderne Industrie- und Hafenstadt.
Eine schöne Strandpromenade und ein gleichmäßiges Klima sorgen dafür, dass Agadir eine schöne Urlaubsstadt geworden ist.
Agadir verdankt sein heutiges Ansehen seinem außergewöhnlichen Strand von mehr als 8 km Feinsand und seinen 300 Tagen Sonneschein. Marokkanisches Flair findet man hier eher selten. Die schönsten Buchten sind außerhalb des Tourismus zwischen Agadir und Essaouira.
In Agadir findet man auch das bekannte Bert Flint Museum
in der Avenue Mohamed V.
Bis 1960, war Agadir eine blühende und schöne Stadt. Kurz vor Mitternacht am 29.02.1960 schlug das Schiksal plötzlich zu. Etwa zwanzig Sekunden lang bebte die Erde. Nach einer der verheerendsten Katastrophen der Geschichte hörte die kleine Stadt auf zu bestehen, und über 15.000 Menschen wurden unter den Ruinen begrabend.
Auf dem erhabenen und von weitem sichtbaren Hausberg von Agadir, dem Kasbah, sind Tag und Nacht in arabisch Buchstaben die Schlagwörter "Gott, der König und das Volk" zu lesen.
In den Souks von Agadir versorgen sich die Marokkaner mit allem, was sie zum Leben brauchen.
Spezielle im Souk El Had wo 1.400 Händler ihre Waren anbieten. Unter ihnen sind auch Bauern aus dem Umland. Ein faszinierender, wenngleich für mitteleuropäische Nasen zunächst gewöhnungsbedüftiger Geruch nach Früchten und Tieren liegt in der Luft.
Agadir ist eine Stadt voller Gegensätze.
Auf der einen Seite gibt es noch Ruinen und am Hafen Boote armer Fischer, auf der anderen Seite sind Hochhäuser und tourostische Bettenburgen zu sehen.
Agadir hat auch einen bedeutenden Fischereihafen.
Hier haben neben der marokkanischen Fangflotte auch Schiffe anderer Nationen ihre Basis. Gleich nebenan versorgen kleine Fischrestauerants die Hafenarbeiter. Die Wirte haben sich aber besonders auf die zahlungskräftige Klientel der Touristen eingestellt.
Auch ein großer Handelshafen befindet sich in Agadir.
Von hier aus werden Tomaten, Blumen, Orangen, Mandarinen, Sardinen und andere Fischsorten in alle Welt, am meisten aber nach Europa verschifft.
Reisetipp:
Unbedingt lohnenswert ist der Besuch des Wahrzeichens der Stadt, der Kasbah "Ancien Talborjit".
Der Aufstieg auf den Berg wird mit einem grandiosen Panoramablick über ganz Agadir mit dem kilometerlangem Strand und den gigantischen Hafenanlagen belohnt.
Ebenfalls sollte man einen Tag für den Besuch des Naturpark Souss-Massa, der eine einzigartige Flora und Faune besitzt, einplanen.
Stadtplan von Agadir
Von Seefahrern aus Portugal wurde Agadir ungefähr 1505 als Handelsstützpunkt gegründet.
Im neuen Hafen von Agadir, der Merina, kann man in vielen Spezialitäten-Restaurants hervorragend Fisch essen.
Besonders empfehlenswert und bekannt sind frisch zubereitete Thunfisch- und Sardellengerichte.
Ausserhalb von Agadir findet man die wesentlich schöneren Buchten.
Die Strände sind hier wesentlich kleiner und von Felsen umgeben, aber wer eine ruhige Zeit abgeschieden vom Lärm der Touristenstadt Agadir sucht findet hier unvergleichliche und noch natürliche, unverbaute Fleckchen zum erholen und entspannen.
Ein Ausflug auf der N1 entlang der Atlantikküste in Richtung Casablanca ereicht man traumhafte und einsame Buchten.
Tauchern und Winsurfern bietet diese Gegend aussergewöhnlich schöne Ziele.
Über Azazoul und Arhoud erreicht man den Tamri Nationalpark.
Ein Paradies für Vogelbeobachtungen. Hier kann man den vom Aussterben bedrohten Waldrapp noch sehen.